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Yukon Territorium- Kanada
"Atem der Wildnis" 1 . Schlittenhunde-Durchquerung
Nach Jahren der Planung und Organisation beginnen
wir das Abenteuer der Durchquerung der Wildnis durch das Yukon - Territorium
des nördlichen Kanadas. Im Sommer bauen wir auf Indianerland eine
Blockhütte. Bei der Hütte
verbringen wir beinahe 3 Monate mit 14 Huskies. Die Wochen vergehen mit
täglichen Training der Schlittenhunde. Für uns wie den Hunden
ist es wichtig, die Tücken des harten Winters zu erlernen. Mit einem
kleinen Transportflugzeug werden entlang der Route mehrere Nahrungsdepots,
hauptsächlich mit Hundefutter und Proviant, angelegt. Anfang Februar
brechen wir auf, um eine lebensfeindliche Welt aus Eis und Schnee zu durchqueren.
Ausgesetzt der mörderischen Launen der Natur
Ein paar Wörter zum
neuen Vortrag - "Atem der Wildnis"
Kanada-Yukon,
The Magic and The Mystery wurde in in einer verrückten Zeit geboren.
Angetrieben von der Endeckung von Gold Ende des 19. Jahrhunderts, strömten
Tausende von Männern und Frauen wie Besessene in den unbekannten
Norden. Die Suche nach dem kostbaren gelben Metall, das in den Flussbetten
und Tälern des Klondike verborgen lag. Viele verloren ihr Leben in
der jungfräulichen Wildnis.
Der Yukon ist größtenteils ein unbewohntes Land, ein Land unverdorbener
Natur von fast 490 000 Quadratkilometern des kanadischen Nordens. Seine
Gesamtbevölkerung beträgt heute etwa 30 000 Einwohner, davon
6 000 Indianer, aber die Mehrzahl lebt in oder in der Nähe von Whitehorse,
der Hauptstadt des Yukon. Am Ende jedoch ist es noch immer das letzte
Grenzland. Sein Schicksal nun hängt von der Manipulation des Menschen
ab.
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in das Land der Mitternachtssonne mit seinen
gewaltigen Berglandschaften, in dem der höchste Berg Kanadas
liegt, das die größten nichtpolaren Eisfelder der Welt
sein eigen nennt, seinen unermesslich weiten Wäldern, seinen
ungezähmten Flüssen und seinen wild tosenden Canyons.
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in das Land des Nordlichts mit seinen atemberaubenden
Tälern, seinen Millionen von sprudelnden Wassern und stillen
Seen und seinen Billionen von duftenden Wildblumen.
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in das Land der Wildnis mit seinen Bären
und Wölfen, seinen Lachsen und Gänsen.
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in das Land der Ureinwohner mit seinen goldenen
" Indian Summers" und seinen eisblumengeschmückten
Polarkreis- und Eismeer- Winter.
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in das Land des Abenteuers.
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Über
einige Jahre durfte ich in der Wildnis zu Gast sein. Es waren nicht nur
Kindheitsträume und Jack London, es war der innerliche Drang nach
Abenteuer und das traditionelle Fortbewegen wie die Ureinwohner des Yukon
. Schlittenhunde und das Kanu waren die Wegbegleiter. Tiefe Freundschaft
entstand mit den Schlittenhunden. Auf Indianerland bauten wir im kurzem
Yukon- Sommer unsere eigene Blockhütte,
sie war idealer Ausgangspunkt für unser Vorhaben, den Yukon im Winter
mit 14 Alaskyn-Huskies zu durchqueren. Eine weiteres Schlittenhundabenteuer
nördlich des Polarkreises erwartet Euch, über 1500 Kilometer
durch die eisige Tundra. Tausende Flusskilometer liegen hinter uns, Peel,
Porcupine, S.M. Millian, Alsek und der weltbekannte South Nahanni River
und einige mehr, die Sucht nach Wäldern und Stromschnellen läßt
uns träumen...
Die goldene Geschichte über den Klondike
finden ebenso Platz wie Indianer bei der Jagd und die Verschmelzung von
Flora und Fauna. Im großem Bogen verführe ich sie nun in meinem
neuen Vortrag in eine menschenleere Natur voller Liebkosungen, eine mitreißende
Szenerie von Land und Himmel fügen sich in ein sinnliches Element.
Wegbegleiter-Kanu
Tagebuch South-Mc. Millian-River
Es ist Ende Juni, der Fluss liegt vor uns, irgendwie
geht auch der strengste Winter zu Ende. Der Himmel klart auf. Zaghafte
Sonnenstrahlen. Wo Sonne und Wind aufeinandertreffen entstehen immer mehr
apere Flecken. Die Spitzen der Berge bleiben im Licht am längsten.
Es ist Hochsaison der lästigen Plagegeister, die Moskitos sind nicht
wirklich zu übersehen, lästig sind sie ungebetene Gäste.
Kein Mensch würde sie freiwillig einladen. Der Wasserstand ist normal
zu dieser Zeit, hoch. Zeit zum Campieren, es ist nicht schwierig einen
Lagerplatz zu finden. Der nächste Morgen beginnt mit Sonne pur. Unsere
Schlauchkanadier sind schnell beladen.
Die
ersten Flusskilometer sind angenehm, schönstes mittel schweres Wildwasser.
Doch hinter einer Flusskurve erhebt sich plötzlich ein Brausen einer
Stromschnelle, nicht von schlechten Eltern denken wir uns einstimmig nach
der Besichtigung. Cyriak und ich paddeln wild drauf los, ohne diesen verdammten
Presswasserpilz ins Auge gefasst zu haben. Mir wird kalt vor Schreck.
Schon befinden wir uns in der Einfahrt dieser Stromschnelle.
Durch zwei versetzte Felsen erwischen wir die
Einfahrt recht brav. Mein Herz, ist unüberhörbar..
Jeder Bär würde meinen Pulsschlag von Weitem wahrnehmen. Beim
Ausschwingen wird man wie auf ein Fließband mitgezogen. Als ob das
kochende Wasser nicht reichen würde. Der Pilz atmet uns hoch, das
aktive Element unter uns. Beide segeln wir kopfüber aus unsern überladenen
Boot. Der Pilz hatte ausgeschnauft. Andre und Thomas lächeln mir
im Kehrwasser zu. Wir schauen uns an. Wo ist Cyriak!? Erleichtert, gekonnt
treibt er mit dem Boot über einen Stein ins nächste Kehrwasser.
Einige unwichtige Dinge hatte das nasse Element uns gestohlen. Wildnisalltag,
nichts passiert. Aber!? Hunderte Kilometer weit bis zum Nächsten
Ort. Am nächsten Morgen schüttet es wie aus Gießkannen,
mörderische Launen der Natur- Prüfungen der Natur.
Tagebuch-Kanu-Alltag
Am Morgen liegt Schnee auf den Zelten. Der Winter
ist da. Von nun an steigt die Lufttemperatur nicht mehr über den
Gefrierpunkt, wenngleich es in der Sonne noch erstaunlich warm wird. Der
Platzregen gestern hat die Kanus in Badewannen verwandelt. In den Sitzschalen
sind die Pfützen zu massiven Eis erstarrt, das sich nur noch mit
Beilrücken und Paddeln herausschlagen lässt. Aber jetzt haben
wir wieder ruhiges und stabiles Hochdruckwetter. Trotz kräftigem
Frost lässt die Sonne an Südhängen den Schnee von den Bäumen
verschwinden und vermischt goldenen Indianersommer mit funkelndem Winterglitzer.
In dicke Jacken gehüllt paddeln wir den Fluss hinunter- mitten durch
die Wunderwelt.
Keine Moskitos. Keine Menschenseele. Stille und
weite Wildnis. Nur Elche ,Biber und zwei neugierige junge Bären.
Es sind Tage intensiven Erlebens auch wenn - oder gerade weil- nichts
Spektakuläres passiert. Stiller, schlichter,
wundervoller Wildnis-Alltag. Trotz der Kälte baden wir noch im Fluss
und wärmen uns am Feuer wieder auf. Brauen Tee und brutzeln Speck,
paddeln und lassen uns treiben. Genießen die Stille und die atemberaubende
Szenerie.
Auszüge aus der ersten Schlittenhunde-Tour
Eisklirrende Natur
Hundegebell am Morgen. Es braucht lang, bis Romano
das Feuer entflammt. Die Temperatur lag beinahe 50 Grad unter Null. Das
kalte Mehl versaut das morgendliche Banook (Trapperbrot). Erst allmählich
kommt Leben in unsere Glieder. Die getrockneten Boodies (Hundeschuhe)
sind steif. Unsere Finger auch. Mühsam ziehen wir die Boodies den
Hunden über die Pfoten. Das nächste von uns angelegten Nahrungsdepot
ist noch etwa 90 Klometer entfernt, die Tage noch kurz. Romano stapft
durch meterhohen Schnee, um einen Trail zu brechen, auf dem wir dann mit
den Schlitten nachziehen. Der tägliche Campabbau dauert Stunden -
bei diesen extremen Temperaturen geht alles langsamer vor sich.
Atem der Wildnis
Seit Tagen hören wir das heulen von Wölfen,
abwechselnd schieben wir nächtliche Wachen. Ich spure gerade einen
Trail, als plötzlich ein großer Timberwolf auftaucht. Mein
Puls schnellt empor, was tun? Wir glotzen uns beide an, wie versteinert
stehe ich da. Nicht einmal meine geladene Winchester gibt mir ein Gefühl
der Sicherheit. Leider dauert der Augenblick mit dem Wolf nicht lang,
gleich ist er wieder verschwunden. Noch immer bin ich gefesselt von diesem
Ereignis. Der Atem der Wildnis.
Endlose Wildnis aus Eis und Schnee
Sieben Wochen sind wir nun schon unterwegs. Proviant
durch all die vorher angelegten Food- Depots haben wir reichlich, aber
wie lange trägt uns noch die 10 cm dicke Schneekruste? Noch sind
die Temperaturen kalt genug. Bläulich glänzen die namenlosen
Gipfel am Weg in die Northwest Territories,. Am Morgen im Glanz der aufgehenden
Sonne, ist das Ziel erreicht. Eine Hochebene voll glitzernder Schneekristalle,
so weit das Auge reicht. Eine schier endlose Wildnis aus Eis und Schnee.
Der Frühling hält Einzug
In der Nähe vom Sheldon-Lake beendet der
Winter sein. Dasein Zwischen Schneeresten mushen wir weiter, schon bald
geben die Schlitten ihren Geist auf. Sie dienen als Brennholz. Der Frühling
ist da, der Schnee ist gewichen. Alles erwacht aus einem 8 monatigen Winterschlaf.
Palmkätzchen sind die ersten Boten. Noch 90km bis zur nächsten
Ansiedelung. Der Fluss wäre nicht weit entfernt, wir könnten
ein Floß bauen - doch das Schmelzwasser läst uns von dieser
Idee wieder Abstand nehmen.
Wir haben es geschafft !
Durch einsame Wälder, über gefrorene
Flüsse und Seen und über zwei Pässe erreichen wir schließlich
nach über 800 Kilometern und 70 Tagen unser Ziel Ross-River.
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